Fazit
Welcher Wandel führte zum Umdenken in der Gesellschaft - vom Nutztier zum Sportpferd?
- am Beispiel des Landgestüts Celle
Durch das Voranschreiten der Industrialisierung und das Einführen der Dampfmaschine wurde das Pferd in der Landwirtschaft, der Industrie und dem Militär bis zu den 1960er Jahren fast vollständig durch Maschinen ersetzt. Pferde wurden daher in diesem Bereich größtenteils nutzlos und die Anzahl an Pferden in Deutschland sank drastisch. Allerdings zog der Reitsport das gesellschaftliche Interesse auf sich und die Anzahl an Pferden stieg an. Ab diesem Zeitpunkt dienten Pferde hauptsächlich dem Reitsport, jedoch werden diese heutzutage auch in verschiedenen Formen der Therapie eingesetzt und mit Zustimmung des Besitzers ist eine Schlachtung möglich. Reiten nahm schon 370 v. Chr. seinen Anfang, hat jedoch über die Zeit immer mehr Einzug in das Leben der Menschen genommen.
In Celle eröffnete die Hengstprüfungsanstalt im Jahr 1928, dies förderte die Entwicklung des Sportpferds. Folglich investierten immer mehr Reiter in Pferde, um an Turnieren teilzunehmen und einen Sieg zu erringen. Verschiedene Programmpunkte, wie die "Celler Hengstparade“ und der "Weihnachtszauber“ wurden eingeführt, um die Gesellschaft zu unterhalten und den Menschen den Reitsport näher zu bringen. Die zahlreichen Programmpunkte führten zu einer größeren Bedeutung in der Gesellschaft. Auch heutzutage hat das Landgestüt einen hohen Stellenwert in dieser erlangt und wird von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern bewundert. Im Jahr 2020 mussten Veranstaltungen wie das "Sommervergnügen“ oder der "Tag des alten Handwerks“ ausbleiben, jedoch war auch dies ein sportliches und erfolgreiches Jahr.
Das Voranschreiten der Industrialisierung und somit das Ersetzen der Pferde in der Industrie, dem Militär und der Landwirtschaft hat die Entwicklung vom Nutztier zum Sportpferd herbeigeführt. Der Nutzen der Pferde ging in den Reitsport über, welcher das gesellschaftliche Interesse auf sich zog. Der wirtschaftliche Wandel war der ausschlaggebende Grund zur Herbeiführung des Wandels, die Gesellschaft entwickeltet sich hier grundsätzlich “nur“ mit.
Das Landgestüt passte sich dem Wandel vom Nutztier zum Sportpferd an und spezialisierte sich auf das Züchten für den Reit- und Fahrsport mithilfe der Hengstprüfungsanstalt, dadurch kann es bis heute und auch zukünftig erhalten und relevant bleiben.
Extras
Berühmter Hengst
Hengst Wohlklang
• *1962 in Lübbecke
• intelligentes Pferd mit einem enormen Drang nach Bewegung
• 162 cm
• eher der quadratische Typ -> nicht ideal
• kam dreijährig in die Hengstprüfungsanstalt in Westercelle
• stand oft/gerne auf zwei Beinen
• rittig und erfolgreich
• 1966 für 13 Jahre nach Wittingen, wegen züchterischen Pflichten als Landbeschäler, verbrachte danach wieder einige Jahre mit Klaus Holze
• verbrachte drei Jahre in Luhmühlen, kam dann wieder nach Wittingen
• 1977 starke Herzprobleme
• seine wenigen Nachkommen sind sportlich erfolgreich (Bsp.: Winnetou 52 unter Paul Schockemöhle)
• von Queen zu privater Vorstellung der Freiheitsdressur eingeladen
• litt unter Platzangst -> Flug nach Calgary war schwierig für ihn
• letzter öffentlicher Auftritt 1983
• 1984 wurde die Bronzefigur von Ulrich Conrad hergestellt, gestiftet von der Sparkasse anlässlich ihres 150-Jährigen Jubiläums
• Conrad konnte kein Maßnehmen, weil Wohlklang in der TiHo in Hannover war
• wurde nach den Hengstparaden 1985 in den Schlosspark gestellt
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Frau Peters über ihre Erinnerungen an das Landgestüt
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Anekdote von Uwe Qualmann (auf dem Landgestüt aufgewachsen) - Weihnachtsreiten
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Anekdote von Uwe Qualmann zur Kostümpanne während der Hengstparade
Interview mit Heinrich Brammer
Welchen Bezug haben sie zum Landgestüt? Welche Tätigkeiten?
Heinrich Brammer: "Ich bin jetzt 71 Jahre alt. Ich bin 1949 geboren auf einem landwirtschaftlichen Betrieb und bei uns war die Pferdezucht eigentlich ausgelaufen. Ich habe im ländlichen Bereich Turnierreiterei betrieben und durch meine Ausbildung dann auf dem Lehrbetrieb, wo ich von zu Hause 130 km weit weg war. Da wurde beschlossen, dass eine Stute zum Hengst kommt. Für uns gab es überhaupt keinen Zweifel, dass das Hengste aus dem Landgestüt Celle waren. Wir sind ja östlich von Celle 21 km in Hohne und ich habe damals auf einem 1. Mai reingefeiert und dann wurde dieses Pferd von Hohne aus durch die Feldmarkt nach Steinhorst zu dieser Deckstation geritten. Da standen damals zwei Hengste und die Stute ist dann auch gar nicht mehr abprobiert worden. Die musste wieder auf den Lehrhof aber sie war tragend. Und damit ging unsere Pferdezucht wieder los. Das waren früher mal Arbeitspferde und haben jahrelang geschlafen. Aber weil ich nun ländliche Turnierreiterei betrieben habe, kam diese Stute wieder zum Hengst und so haben wir dann viele Jahre noch Pferde gezüchtet."
Seit wann haben Sie eine Verbindung zum Landgestüt?
Heinrich Brammer: „Damals war ich 17 Jahre alt. 1949 Jahrgang und 17 Jahre drauf. Und es gab damals in Altencelle eine Deckstation und in Anden und in Steinhorst. Die wurden dann mal zusammengelegt als Deckstation Beedenbostel.“
Was haben Sie bezüglich der Veränderung vom Nutztier zum Sportpferd mitbekommen?
Heinrich Brammer: „Als ich klein war, hatte mein Vater hier ein Pferd mitgebracht, was zu Hause noch gearbeitet hat. Dieses Pferd wurde aber auch Sonnabend und sonntags mit dem Kutschwagen zu Turnieren gefahren und war auch Springpferd gleichzeitig. Dann gab es da noch ein Parallelpferd von einem Onkel, dass ich auch später mal geritten habe. Mein Vater hat mal großen Wert darauf gelegt, dass ich mit unserem Arbeitspferd, das war ein Hannoveraner noch mit einem einfachen Brand, der Hannoveranerbrand hat ja zwei Pferdeköpfe und der einfache Brand, das war nur ein Pferdekopf, das war ein hübsches Pferd aber noch viel viel schwerer als die heutigen Turnierpferde, auch landwirtschaftliche Arbeit verrichtet habe, dass man eben in Steckrüben und Kartoffeln, diese Reihen, dass man da noch mal Kraut mit dem Igel weggearbeitet hat oder auch Getreide eingestiegelt hat, wenn das zu viel auf dem Land lag und nicht richtig eingearbeitet war. Und das hatte für mich natürlich auch den Vorteil, dass ich schon ganz früh Kutsche fahren durfte mit dem Einspänner, mit diesem Pferd, mit dem einfachen Brand, und auf Kindergeburtstagen auch beliebt war, hier im Dorf. Dann hat sich das eben durch den Reitverein aufgebaut, dass eben viel über Voltigieren gemacht wird. Dann bekamen wir Reitunterricht. Ich habe dann mit 16 Jahren ein Reitlehrgang in Roja in der Landesreitschule bekommen für 4 Wochen. Hatte damals dann auch mein Pferd mit. Das war das zweite Pferd, dass ich hatte. Diesen hatten dann aber auch schon alle, diesen doppelten hannoverischen Brand, hatten als Urväter hannoversche Hengste und dann habe ich früh geheiratet und meine Frau hatte da überhaupt kein Interesse dran. Ich habe dann gesagt ist gut, die haben auch Arbeit genug. Dann habe ich mit ländlicher Turnierreiterei aufgehört und die Pferde wurden dann auch nicht mehr zur Arbeit genommen, außer mal Kutsche fahren und ich habe die dann immer, wenn die 3-jährig waren, eingeritten. Dann wurden sie vorher ein bisschen longiert und sowas hat man, dieses Longieren, zum Schmied bringen oder auch Verladen, von klein auf gelernt und das hat einem dann auch bis heute noch immer wieder geholfen, dass die Enkelkinder auch sagen: "Mensch Opa, kannst du nicht mal kommen? Die ist gerade etwas bockig". Sie kennen heute ja auch den Begriff von Pferdeflüsterern, die das auf eine ganz neue Tour machen und da hat man sich auch ganz viel abgeguckt. Dieser Werdegang, das Arbeitspferd noch und dann reitsportmäßig, dieses Gesellige, auch diese ländlichen Turniere. Es bedeutete für uns damals im Beedenbostel Reitverein, dass wir eingereist sind mit dem Anhänger, wo bis zu acht Pferde draufgingen. Das war ein umgebauter Möbelwagen und dann hat man die Pferde einquartiert mit Heu und Stroh. Dieses Pflichtbewusstsein wurde einem auch nah gebracht, dass diese Tiere versorgt werden mussten. Dann ging es noch in die Meldestelle, wo die Prüfung noch eingetragen werden mussten. Dann war sonnabends und sonntags immer Turnier und sonntags war man immer um 12 Uhr wieder zu Hause. Aber ich habe das dann auch gar nicht immer gemerkt, dass mein Vater das auch alles ein bisschen gezielt gemacht hat, denn später wurde ich auf Melken umgestellt. Das war alles seine Eingebung. Früher fiel auch noch auf, da waren ganz viele Jungs geritten. Heute sind das fast nur noch Mädchen. Die Pferde haben sich auch züchterisch verändert. Man will nicht unbedingt nur dieses Leistungspferd haben, was Höhe springt. Man will heute intelligente Pferde haben, die sich in einem Parcours beschleunigen lassen und wieder langsamer werden. Auch speziell auf Damenreitpferde ist das alles ein bisschen abgestimmt.“
Könnten Sie genauer erläutern, worauf die Pferdezüchter heutzutage achten?
Heinrich Brammer: „Als Züchter möchte man natürlich gerne mal Pferde verkauft haben auf der großen Auktion oder man möchte später, dass das Pferd mal richtig in den Leistungssport gegangen ist und bei einem ganz bekannten Reiter vielleicht auch noch mal international. Und diese Blutlinien, die wir haben, die sich ja auf ganz andere Zuchtverbände ausgebreitet haben, die ursprünglichen Zuchtlinien, die wir hatten, die geben das her. Auch für den Leistungssport. Das muss immer zusammenpassen, Stute und Hengst. Und dann kann man solche Produkte rausbekommen. Aber es ist auch ganz oft so, dass Leute Freizeitreiterei machen möchten und die möchten ein Gebrauchspferd haben, was willig ist, was gehorsam ist, wo man Kinder mit losschicken kann, wo man Mädchen mit losschicken kann, die beim Verladen nicht verrückt sind, die beim Schmied nicht scharren und das meine ich, ist in der Zucht heute viel besser geworden, als es früher mal war.“
Haben sie bestimmte Konflikte oder Komplikationen mitbekommen, die es beim Landgestüt oder bei der Pferdezucht gab?
Heinrich Brammer: „Ja, natürlich habe ich das mitbekommen. Das Landgestüt hat ja heute riesen Probleme. Die Konkurrenz bei dem privaten Hengsthalter, ich sage mal so Namen wie Paul Schockemöhle, die haben natürlich richtig viel Kapital dahinter und die haben da ja auch investiert und da gibt es ja auch richtige Zucht gegen den in Oldenburg und so weiter. Das Landgestüt hat dort ja auch Deckstationen. Das läuft ja fast alles über künstliche Besamung heute. Man kann also von überallher heute Samen kriegen und das Landgestüt muss da natürlich gegensteuern. Das fällt zum Teil schwer, weil das ja aus Steuergeldern, das ist ja eine Landessache. Die müssen dann das Geld freigeben und akquirieren dafür, um gegen die Privathengsthalter anzukommen. Aber mir hat das immer ein bisschen Hoffnung gemacht, wenn das Landgestüt Celle diese Abende gemacht hat, wo die aus Dressur und Springen die Blutpferde vorgestellt haben. Da war die Hütte immer in Adelheidsdorf brechenhackevoll. Die haben dort Hengste gezeigt und diese jungen Mädchen, die da Landgestüterinnen geworden sind, die haben diese Pferde super ausgebildet und vorgeführt, sodass man im Stillen nach Hause gefahren ist und man hat gesagt: "Mensch also wir brauchen nicht - ich sage jetzt mal - Fremdgehen zu anderen Stationen. Wir haben hier eigentlich diese Blutlinien alle noch erhalten." Die Bratwurst hat dann auch immer gut geschmeckt und vielleicht auch das ein oder andere Bier. Diese Gesellschaft unter den Pferdeleuten, ich habe das immer wie eine Großfamilie verstanden, weil alle die gleichen Interessen hatten. Die hatten alle auch das gleiche Gespräch und das Landgestüt hat eigentlich nichts verkehrt gemacht, auch gerade in Bezug auf die jungen Gestüter, wie die alle ausgebildet sind. Und die Verbandhannoveraner, diese Leute werden ja weltweit rumgereicht, ob das nun Doktor Bade noch war, der damals ja Gestütsleiter war, oder auch die, die im Vorstand sind, beim Hannoveraner Verband. Da muss man erst mal sagen, dass diese Leute überhaupt den Kopf dafür hergeben, weil die meist ja auch ein Beruf haben oder landwirtschaftlich eingebunden sind. Die machen das aber trotzdem und leider Gottes wird denen auch oft ein Knüppel zwischen die Beine geschmissen und das müssen natürlich integre Personen sein, die uneigennützig da oben arbeiten. Das so einer dann natürlich mal in den Verdacht kommt, dass er durch Beziehungen oder irgendwie vielleicht mal mehr Pferde verkauft hat als der andere, das sagt dann auch ein bisschen was über die Problematik aus. Aber ich sage Ihnen noch ein Beispiel: wenn ein Pferd irgendwann mal in die Ausbildung kommt und die Vorbesitzer sind damit nicht fertig geworden und diese Ausbilder, die bringen das Pferd jetzt raus und das wird dann irgendwann, die haben das zwischendurch gekauft, weil das angeblich nicht viel wert war und dann bringen die das raus und verkaufen das teuer auf einer Auktion. Ja aber wer hat denn das Pferd rausgebracht? Wer hatte dann diese Ausbildung und diesen Verstand und den Umgang, dass dieses Pferd und die Reithalle gebaut dafür und ist jetzt nicht mehr im Matsch ausgebildet, sondern professionell? Na dann sollen doch auch die Leute dann das Geld verdienen, die das professionell gemacht haben.“
Welche Parallele gab es in Bezug auf die Entwicklung des Landgestüts und die Wirtschaft und Gesellschaft?
Heinrich Brammer: „Das ist so: wenn die wirtschaftliche Situation in der Industrie schlechter wird, dann wird man nur noch das machen, was man braucht. Pferde sind ja etwas Freiwilliges. Wenn ich einen Tennisschläger habe, den kann ich an die Wand hängen und dann ist das erledigt. Dann nehme ich den nächstes Mal wieder runter. Aber das geht bei Pferden nicht. Diese Zeiten, die wir hier als Verkäufer erlebt haben, dass so ein Enkelkind beim Opa an der Hose gezupft hat und gesagt hat: "Ich möchte dieses Pferd jetzt haben." und der Opa gesagt hat: "Ist gut." Die werden ja weniger, weil es in den Familien heute immer angespannter wird. Aber ich kann Ihnen das so erklären: da kommt ein kleines Mädchen zum Opa und sagt: "Ich möchte ein Pferd haben", dann sagt der Opa: "Ist kein Problem, was kostet das?" "Das kostet 7000 €", dann sagt der Opa: "Wo stellen wir das hin? Ach, wir brauchen noch einen Stall, ja. Wie kommen wir zum Turnier? Ach wir brauchen noch einen Anhänger. Dann brauchen wir noch ein größeres Auto. Der Schmied muss noch kommen und Tierarztkosten können wir auch gleich rein rechnen." Zuletzt sagt der Opa: "Nee, das ist mir doch alles ein bisschen zu teuer." So jetzt wird dieses Mädchen durch Mobben und Schulstress, 16 Jahre alt, braucht einen Psychiater. Und dann sagt der Opa: "Hätten wir damals bloß das Pferd gekauft." Die Jugend muss Aufgaben haben. Immer dieses sitzen an Bushaltestellen und rauchen und wie auch immer, da ist es doch besser, ich habe über die Pferde eine Aufgabe. Aber es wird heute schwieriger, weil die gesellschaftliche Situation sich verändert hat. Umso höher ist es also auch anzuerkennen, dass es Reitlehrer gibt und Voltigiergruppen, die im Sommer bei der Hitze und im Winter bei der Kälte. Dann muss das Pferd vorher geputzt und die Hufe vorher ausgekratzt werden. Es ist ja umso höher anzurechnen bei den Leuten, die sich damit noch beschäftigen und das machen. Leider ist es dann so in den Reitvereinen, da ist es oft so, dabei streitet man sich dann: Wer hat das bessere Pferd, wer hat das bessere Putzzeug, wer gibt das bessere Futter oder den besseren Tennisschläger oder die besseren Schlittschuhe. Gerade im Hobbybereich, wo der Mensch sich ausleben soll und von der Schule erholen soll oder von seinem Berufsleben erholen soll. Gerade da trägt der Mensch dann aus: "Mein Auto hat mehr Spoiler." Und das überträgt sich dann auch im übertragenen Sinne in den Pferdesport. Man muss sich auch mal anerkennen gegenseitig, gerade jetzt in Corona Zeiten. Wir haben so viele andere Sorgen und da sollte man die kleinen Sorgen, die man so mal hat, ein bisschen nach hinten stellen.“
Haben Sie abschließend eine schöne Anekdote zum Landgestüt und was sind Ihre besten Erinnerungen an das Landgestüt?
Heinrich Brammer: „Ja also da gibt es sicherlich viele. Ich möchte alle die Personen nennen, die im Bezug vom Landgestüt, die ich früher mal kennenlernen durfte. Das war Albert Busse, der Landgestüter war oder unser Gestüter Albert Thomsun. Das möchte man überhaupt wissen, denn wir haben uns immer so als große Familie verstanden. Dann habe ich ganz speziell früher mal mit einem jungen Reiter auch ländliche Turnierreiterei betrieben, der später Landgestüter geworden ist. Das ist der Peter Krause aus Arnsberg. Ich weiß noch, dass der damals erst sein Beruf machen musste, in Richtung Schlosser und dann erst zum Landgestüt gegangen ist. Und den konnte ich natürlich immer später fragen. Ich bin nun Landwirt geworden und auch ein bisschen, weil meine Mutter hier krank war und mein Vater gesagt hat: "Du kannst mich nicht auch noch alleine lassen." Deshalb bin ich kein Landgestüter geworden. Den Wunsch hatte ich auch mal und nun konnte ich den immer fragen und der hat dann immer gesagt: "Du Heiner, wenn man erstmal so zehn bis zwölf Hengste am Tag reiten muss, ist es auch nicht so einfach." Und diese Geschichten, die da so dran rum wandeln, die möchte man natürlich nicht gerne missen.“
Quellen
Bücher:
Bade, Buchardt; Toffi, Jacques: Hengstparaden. Landgestüt Celle, Hamburg 1994.
Blazek, Matthias: Die Anfänge des Celler Landgestüts und des Celler Zuchthauses sowie weiterer Einrichtungen im Kurfürstentum und Königreich Hannover 1692-1866, Stuttgart 2010.
Bonnes, Wilhelm: Im Celler Landgestüt, Celle 1950.
Cranz, Otger; Lehmann, Gerd ; von Stenglin, Christian; Wedekind, Gerd: Hengst-Paraden, Wiebelsheim 1979.
Niedersächsisches Landgestüt Celle (Hrsg.): Landgestüt Celle 1735-1985, Celle 1985.
Niedersächsisches Landgestüt Celle (Hrsg.): Passion. 275 Jahre Pferde, Zucht und Kultur, Celle 2010.
Roemling, Michael: 275 Jahre Landgestüt Celle, Hannover 2010.
Zeitschriften:
Kofent, Kathrin: Pferde damals und heute – geliebt, genutzt, gequält (Teil 1), in: Proviehmagazin (Ausgabe 4), o. O. 2013.
Internetadressen:
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Zugriff 04.12.2020.
https://www.hamsterkiste.de/pferde-und-menschen, Zugriff 13.01.2021.
https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/sport/reiten/index.html, Zugriff 01.10.2020.
https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/artikel159718383/Sie-waren-die-wichtigsten-Helfer-der-Wehrmacht.html, Zugriff 17.01.2021.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/659045/umfrage/nutztierbestand-in-deutschland/, Zugriff 01.01.2021.
Wurden früher im Bergbau Pferde unter Tage eingesetzt? | Freie Presse - Archiv, Zugriff 12.12.2020.
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Wir danken dem Landgestüt Celle und der Celleschen Zeitung für die Bereitstellung von Bild- und Videomaterial sowie den Zeitzeugen für die interessanten Einblicke und Gespräche!
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